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Das EU-Lieferkettengesetz (CSDDD) wurde am 14.12.23 vom Europaparlament und den EU-Staaten verabschiedet.

EU-Mitgliedstaaten einigen sich auf EU-Lieferkettengesetz

Am 14. März 2024 nahm die Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten die Richtlinie über ein EU-Lieferkettengesetz (Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD)) mit qualifizierter Mehrheit an. Der verabschiedete Gesetzentwurf sieht dabei weniger strenge Regelungen vor als die ursprüngliche Entwurfsversionen.

 

Die CSDDD wird zunächst für Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von mehr als 1,5 Milliarden EUR ab dem Jahr 2027 gelten.

In weiteren Schritten werden die Schwellenwerte gesenkt:

  • Ab dem Jahr 2028 betrifft das Gesetz Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 900 Millionen EUR.
  • Ab dem Jahr 2029 werden Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 450 Millionen EUR in den Geltungsbereich des Gesetzes einbezogen.

 

Die EU-Mitgliedstaaten sind nun verpflichtet die Richtline innerhalb von 2 Jahren in nationales Recht umzusetzen.

Was bedeutet das EU-Lieferkettengesetz für Unternehmen in Deutschland?

Das in Deutschland bestehende Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) umfasst bereits heute einen breiteren Geltungsbereich als das EU-Lieferkettengesetz es in den ersten Jahren nach in Krafttreten des Gesetzes vorsieht.

 

Folglich kann das LkSG als gute Vorbereitung auf die Anforderungen der EU-Richtlinie genutzt werden. Selbst für Unternehmen, wie z. B. KMU, die nur indirekt von diesen Anforderungen betroffen sind, ist es sinnvoll, sich mit dem Thema Lieferkette zu beschäftigen. Denn alle Unternehmen müssen mit Anfragen ihrer Kunden zur Lieferkette rechnen! Je bewusster Unternehmen sich über ihre Aktivitäten in der Lieferkette sind, desto einfacher und zielgerichteter können Fragebögen beantwortet und Geschäftsbeziehungen gepflegt werden.

 

Selbst wenn Sie nicht direkt von den Anforderungen der CSDDD oder des LkSG betroffen sein sollten, empfehlen wir, umgehend mit dem Aufbau eines Lieferantenmanagements entlang der Sorgfaltspflichten des LkSG zu beginnen. Eine Analyse Ihrer direkten Lieferanten und die systematische Identifikation von kritischen Branchen und Tätigkeitsländern ist die Basis für eine seriöse Maßnahmenentwicklung und Berichterstattung im Nachhaltigkeitsbereich und bereitet Sie auf zunehmende Kundenanforderungen vor.

Sie möchten bei der Betrachtung Ihrer Lieferkette Unterstützung erhalten? Wir stellen Ihnen gerne ein maßgeschneidertes Angebot zusammen.

Ihr Ansprechpartner bei Arqum: Till Behnke

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