Veranstaltungshinweis: Erfahrungsaustausch des UGA

>>>Veranstaltungshinweis: Erfahrungsaustausch des UGA

Wie kann die Wirtschaft ihren Beitrag zur Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDG) leisten?

Am 18.04.2018 diskutieren Vertreterinnen und Vertreter des Bundesumweltministeriums und des Umweltgutachterausschusses mit Expertinnen und Experten aus dem Bereich der nachhaltigen Unternehmensführung und deren Umsetzungsinstrumenten, ob es einen gemeinsamen Weg gibt, um nachhaltiges Wirtschaften im Rahmen der SDGs zu stärken und welche Rolle dabei die Politik, Unternehmen und vorhandene Standards, Instrumente sowie Systeme spielen.

Beim Nachhaltigkeitsgipfel der Vereinten Nationen im September 2015 verabschiedeten die Staats- und Regierungschefs die Agenda 2030 mit dem Ziel, die globale Entwicklung sozial, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltig zu gestalten und so auch kommenden Generationen die Chance auf ein erfülltes Leben zu sichern. 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals = SDG), die die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit erfassen, geben Staaten, Gesellschaften und Unternehmen den Rahmen für ein verantwortungsvolles Handeln. In Deutschland nimmt sich die Bundesregierung der Agenda 2030 u.a. mit der Fortschreibung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie an. Für die Umsetzung der SDGs spielen Unternehmen eine zentrale Rolle und haben eine Schlüsselfunktion, denn zum einen beeinflussen global, national oder regional sich ändernde politische Rahmenbedingen die Unternehmen. Zum anderen haben Unternehmen einen direkten Einfluss durch ihr Wirtschaften auf Umwelt und Gesellschaft. Für den Erfolg der Nachhaltigkeitsstrategie und respektive der SDGs gilt es, die Unternehmen einzubeziehen, indem ihre Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft eingefordert und eine nachhaltige Unternehmensführung unterstützt wird. Derzeit besteht eine Vielzahl an Instrumenten, die eine nachhaltige Unternehmensführung auf freiwilliger Basis unterstützen. Hierzu zählen beispielsweise die Leitprinzipien der OECD für Multinationale Unternehmen, der UN Global Compact, die ISO 26000, Umweltmanagementsysteme wie EMAS oder auch Berichterstattungsstandards wie die Global Reporting Initiative (GRI), CDP oder der Deutsche Nachhaltigkeitskodex. Zunehmend unterliegt die nachhaltige Unternehmensführung auch staatlicher Regulierung. Ausdruck dafür ist das seit März 2017 geltende Umsetzungsgesetz europäischen CSR-Richtlinie, das bestimmte große Unternehmen zur Berichterstattung über ihre Sozial- und Umweltbelange verpflichtet. Andere europäische Mitgliedstaaten gehen noch weiter: Ab 2018 sind französische Großunternehmen dazu verpflichtet, die mit ihrem Handeln verbundenen menschenrechtlichen und ökologischen Risiken zu identifizieren, konkrete Maßnahmenpläne zur Abhilfe aufzustellen und Rechenschaft darüber abzulegen.

Vor diesem Hintergrund diskutiert die Expertenrunde folgende Kernfragen:

  • Was sind die Erwartungen der Politik und von Unternehmen an ein glaubwürdiges nachhaltiges Wirtschaften?
  • Wie kann die Wirtschaft für eine nachhaltige Unternehmensführung sensibilisiert werden?
  • Wie können die vorhandenen Standards, Instrumente und Systeme gemeinsam die Wirtschaft auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung erreichen? Konkret: Wie können sich EMAS und DNK ergänzen?
  • Wie können etablierte Systeme im Bereich Umweltmanagement, Nachhaltigkeit und Berichterstattung eine größere Marktdurchdringung erreichen?
  • Welche Rahmenbedingungen kann die Politik entwickeln, um Systeme, Instrumente oder Standards, die als Leuchttürme zur Umsetzung von nachhaltiger Unternehmensführung angesehen werden, zu stärken?

Agenda

13:30 Uhr
Begrüßung
: Frederik Moch, Leiter der Abteilung Struktur-, Industrie-, Dienstleistungspolitik beim DGB
Einführung in das Thema und Moderation: Theresa Steyrer, Arqum GmbH

13:40 Uhr
Die unternehmerische Sicht auf eine nachhaltige Unternehmensführung im Rahmen der SDGs

Dr. Patrick Neumann-Opitz, Bereich Unternehmensentwicklung, Umwelt und Nachhaltigkeit, Umweltmanagement der Fraport AG

14:10 Uhr
Die Schnittstellen zwischen EMAS und DNK

Bettina Heimer, Stellvertretende Vorstandsvorsitzende des VNU – Verbands für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement, berichtet über Ergebnisse aus der UGAStudie zum inhaltlichen und methodischen Vergleich

14:40 Uhr Diskussion über einen gemeinsamen Weg bestehender Standards, Instrumente und Systeme, um die Umsetzung der SDGs auf Unternehmensebene zu fördern
Moderation: Theresa Steyrer
Gäste:

  • Annette Schmidt-Räntsch, Referat G I 5 (Wirtschaft, Innovation, Beschäftigung; nachhaltige Unternehmensführung) im BMUB
  • Yvonne Zwick, Leiterin Büro Deutscher Nachhaltigkeitskodex (RNE)
  • Walter Vogt, Ressort Betriebsverfassung/Mitbestimmungspolitik IG Metall Vorstand
  • Dr. Patrick Neumann-Opitz, Bereich Unternehmensentwicklung, Umwelt und Nachhaltigkeit, Umweltmanagement der Fraport AG
  • Michael Kaminski-Nissen, Gesamtvorstand des B.A.U.M. e.V.

16:40 Uhr Schlusswort

17:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Anmeldungen per E-Mail bis 02.04.2018 unter info@uga.de

Ansprechpartner bei Arqum: Theresa Steyrer

 
2018-05-22T08:09:28+00:00