Kochen mit Mikrowelle – ja bitte!

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Kochen mit Mikrowelle – ja bitte!

Bei dem Thema Mikrowelle scheiden sich die Geister – Teufelszeug oder nützlicher Alltagshelfer? Es gibt viele Gerüchte über Mikrowellen. So sollen sie zum Beispiel Blutkrebs verursachen, krebsfördernde Radikale im Gemüse erzeugen oder Wasser und Lebensmittel durch ihre Strahlung denaturieren. Zudem sollen Nährstoffe verloren gehen und Giftstoffe sich bilden.

Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ist eine Mikrowelle nicht schädlicher als ein Herd oder Ofen. Die maximale Strahlungsemission von Mikrowellengeräten ist durch das BfS festgelegt. Demnach darf in 5cm Entfernung von der Mikrowelle keine Strahlung von mehr als 5 mW/cm² gemessen werden. Das entspricht ungefähr derjenigen, die ein Handy in der Hosentasche verursacht. Würde die Mikrowellenstrahlung direkt auf den menschlichen Körper treffen, würde dies tatsächlich zu irreparablen Schäden führen. Da aber die Mikrowelle ein Metallkäfig mit Metallgitter und Glasscheibe ist, besteht bei normalem Gebrauch keinerlei Gefahr. Allerdings sollte man beim Gebrauch der Mikrowelle einige Sicherheitshinweise beachten. So sollte man sich nicht direkt vor die Scheibe stellen, wenn sie eingeschaltet ist, da vor allem die Augen die Wärme schlecht ableiten können. Die Zubereitung von Babynahrung und Nahrungsmittel wie Eier und Geflügel sollte eher auf dem Herd erfolgen, da Keime wie Salmonellen in der Mikrowelle nicht zuverlässig abgetötet werden.

Aus energetischer Sicht spricht einiges für die Mikrowelle. Vor allem bei der Zubereitung kleiner Speisemengen empfiehlt sich die Mikrowelle, da sie viel weniger Energie als ein Ofen verbraucht. Beispielsweise benötigt eine Mikrowelle bei der Zubereitung von zwei mit Käse überbackenen Toasts nicht nur weniger Zeit sondern auch nur ein Zehntel der Energie eines Elektrobackofens. Selbst die Zubereitung von 250 g Kartoffeln verbraucht bei der Nutzung der Mikrowelle 30% weniger Strom. Bei großen Mengen sollte jedoch wieder auf den Herd zurückgegriffen werden.

Ein weiterer positiver Aspekt bei der Nutzung der Mikrowelle ist die Reduktion von Speiseabfällen. Wer mal etwas zu viel gekocht hat, kann sein Essen am nächsten Tag wieder aufwärmen und muss es nicht entsorgen. Wer dann sein Essen am nächsten Tag ins Büro mitnimmt, spart sich nicht nur den Besuch beim Supermarkt oder Imbiss um die Ecke sondern hilft zudem auch noch Abfälle zu vermeiden, da keine zusätzliche Plastik-, Styropor- oder Aluverpackung anfällt.

Auch das Argument, dass die Mikrowelle übermäßig Nährstoffe entzieht ist widerlegt worden: im Vergleich zur Zubereitung von Lebensmitteln auf dem Herd oder im Ofen reduziert die Mikrowelle am wenigsten Nährstoffe.

Zusammenfassend kann die Mikrowelle durchaus als nützlicher Helfer im Alltag dienen, der nicht nur viel Zeit bei der Zubereitung von Gerichten sondern auch Strom, Geld und Ressourcen spart.

 
2018-02-19T16:29:55+00:00