Strengere Anforderungen an die ISO 50001

>>>Strengere Anforderungen an die ISO 50001

Strengere Anforderungen und neue Leitfäden zur ISO 50001 – Verbesserung der Energieeffizienz wird verbindliche Forderung – Hilfestellung bei der Umsetzung:

Bis zum derzeitigen Zeitpunkt wurden in Deutschland Energiemanagementsysteme (EnMS) nach der ISO 50001 in weit mehr als 7.000 Organisationen zertifiziert.

Energiemanagementsysteme sind ein wichtiges Instrument zur kontinuierlichen Verbesserung der energiebezogenen Leistung und zunehmend Gegenstand gesetzlicher Forderungen.

Mit der Übertragung der ISO 50003 in das Deutsche Normenwerk wird zukünftig verbindlich für Zertifizierungsstellen gefordert, dass Auditoren bei der Zertifizierung auch Nachweis über die kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen Leistung ermitteln müssen. Damit wird diese Verpflichtung indirekt auch für zertifizierte Unternehmen verbindlich.

Von zentraler Bedeutung bei der Einführung eines EnMS ist deshalb die Definition und Erhebung von Energiekennzahlen (EnPIs) und energetischen Ausgangsbasen (EnBs). Dabei werden Informationen zum spezifischen Energieverbrauch in Bezug zu relevanten Einflussfaktoren wie Produktionszahlen gesetzt, was die Feststellung von Effizienzverbesserungen ermöglicht.

Die Ende 2014 eingeführten Normen ISO 50006 und ISO 50015 stellen eine praktische Hilfestellung im Umgang mit energetischen Leistungskennzahlen dar und konkretisieren so die Anforderungen der ISO 50001. Die ISO 50006 spezifiziert die in der ISO 50001 enthaltene Energieplanung in Hinsicht auf die Entwicklung, Verwendung und Überwachung von EnPIs und EnBs. Die Schritte zur Herleitung und Änderung der Kennzahlen werden dabei im Detail und anhand von Beispielen erklärt. Die ISO 50015 konkretisiert darüber hinaus das Vorgehen bei der Messung und Erhebung von Daten, die zur energetischen Leistungsbewertung notwendig sind. Dazu enthält die Norm neben der Beschreibung des Planungsprozesses auch einen Leitfaden zur Messung, Analyse und Überprüfung der relevanten Daten wie Energieverbräuche und relevante Einflussfaktoren.

In der zweiten Jahreshälfte 2016 haben Sie die Möglichkeit, sich bei Arqum-Webinaren näher über Details der neuen Normen zu informieren.

 
2017-07-26T15:14:31+00:00